FAQ

Auf dieser Seite beziehungsweise in dieser FAQ gehen wir auf die häufigsten und auch wichtigsten Fragen ein.
Gerade für Einsteiger sollte das sehr hilfreich sein, denn in der 3D Druckwelt ist es gerade am Anfang doch etwas schwierig hineinzufinden und das bestenfalls noch kompakt und in Kürze.

Daher haben wir euch hier mal die wichtigsten Fragen zusammengefasst, die Einsteiger immer wieder stellen.

Der Einstieg

Begriffserklärungen

Stepper
die „Motoren“ die den Riemen antreiben.

Pulleys
auf deutsch: Zahnräder. So werden die Zahnräder genannt die direkt am Stepper angebracht sind und (nach einem Upgrade) auch als Umlenkrolle dienen können.

Nozzle
Die Nozzle ist nichts anderes als die kleine (meist Messing) Spitze unten an deinem Drucker die durch die Heizpatrone am Heizblock das Filament zum schmelzen bringt.

Thermistor
der Temperaturfühler im Heizblock und unter dem Heizbett

Hot End
das „heiße Ende“ beschreibt den Heizblock mit Thermistor, die Heizpatrone und die Nozzle in einem Wort.

Extruder
ist der komplette „Block“ vorne an deinem Drucker, der das Filament druckbar macht. Von oben angefangen: Stepper, Zahnräder im inneren die das Filament fördern, Hot End, Heizblöck, Heizpatrone, Nozzle – all das gehört zum Extruder!

Heat Bed
das Heizbett auf das der Drucker druckt

Filament
das Material mit dem gedruckt wird. Hier gibt es verschiedene Materialarten, die gängigsten sind beispielsweise PLA, PETG und ABS.

Sicherheit

Allgemein ist der Sicherheitsstandard bei einem Prusa Clone wie zum Beispiel dem ANET A8 nicht sehr hoch.

Darum haben wir hier einige Verbesserungen aufgelistet um das Hobby etwas sicherer zu machen.
Die wichtigsten Sicherheitsaspekte am Anfang sind wohl:

  • Kabelschuhe für die Anschlüsse am Netzteil verwenden
  • Kabelschuhe für die grünen Klemmen auf der Hauptplatine verwenden
  • KEINE Verwendung von “Preheat” im Druckermenü da dort der maximale Strom über die Platine fliest weil der Drucker Heizbett und Nozzle gleichzeitig heizt.
    Beim späteren Druck passiert das nacheinander

Mosfet

Ein Mosfet solltest du zur Absicherung auf jeden Fall mindestens für das Heat Bed verbauen.

Das Heat Bed ist beim ANET A8 direkt an der Hauptplatine angeschlossen und bezieht von dort die benötigte Energie. Das sind bis zu 10A – solltest du dann noch gleichzeitig deine Nozzle heizen, kommt die Hauptplatine sehr ins schwitzen, denn sie muss den kompletten Strom von ca. 140-160 Watt weiterleiten.

Ein Mosfet dient dazu, den Strom autark von der Hauptplatine an das Heat Bed „weiterzuleiten“ – es wird also zunächst das Heat Bed am Mosfet angeschlossen, dann am Netzteil (12V), und mit einem kleinen Stecker an der Hautplatine (dort wo vorher das Heat Bed angeschlossen war). Hier machen die dünnen Leitungen vom Stecker auch nichts mehr aus, denn es fliest nur ein Steuersignal über die Leitungen.
Mehr musst du dafür gar nicht machen, schon ist die komplette Energie runter von der Hauptplatine und wird zukünftig über das Mosfet gesteuert.

 

Im Komplettset mit Stecker (unsere Empfehlung):

Kabelbefestigung

Die Kabel am Extruder sollten auf jeden Fall befestigt werden, da es ansonsten passieren könnte dass die Heizpatrone (Brandgefahr!!) oder der Thermistor rausrutscht.

Wenn der Thermistor aus dem Heizblock rutscht oder zu sehr darin wackelt, bricht der Druck ab da die Temperaturen dann zu sehr schwanken.

Eine Möglichkeit dafür wäre zum Beispiel, sich dieses Teil zu drucken. Bedenkt bei der Befestigung aber, dass sich der Extruder-Block problemlos in alle vier Richtungen bewegen muss.

Eine gute Alternative zu den Original Kabelschläuchen sind die Kabelketten mit den entsprechenden Haltern für Extruder und für den Block am X-Stepper.

Druckmaterialien

Es gibt diverse verschiedene Druckmaterialen für den 3D Druck.

Jedes Material hat eine andere Eigenschaft, meist unterscheiden sich auch die Materialien der verschiedenen Hersteller und darunter auch wiederrum die Farben.
Das bedeutet dass für jedes neu eingesetzte Filament eine spezifische Einstellung gefunden werden sollte.

Hilfreich dafür sind sogenannte Heattower, die mit verschiedenen Temperaturen gedruckt werden, um zu sehen welche Temperatur die beste für das Filament ist.

Hier haben wir einige Materialien für euch aufgelistet. Die Liste erweitern wir nach und nach da sie zum Großteil auf eigene Erfahrung beruht.

 

PLA

PLA ist das Einstiegsfilament mit dem eigentlich jeder schonmal gedruckt hat. Es ist günstig, in vielen Farben verfügbar und leicht zu drucken. Unseren eigenen Erfahrungen nach haben wir mit BQ für den angebotenen Preis ein super Filament gefunden. Es lässt sich wunderbar drucken und riecht kaum bis gar nicht. Andere “Billighersteller” hingegen sind zum Teil geruchsintensiv oder schmieren, oder oder oder … man liest auch oft dass die Filamente verschiedener Hersteller sich je nach Rolle qualitativ unterscheiden.

Jedenfalls gibt es natürlich auch “besseres” PLA – allerdings sollte man hier nicht außer acht lassen, dass man in den meisten Fällen wohl sowieso auf PETG umsteigen wird, da es deutlich formstabiler und somit härter ist.

Mehr dazu im nächsten Absatz.

PLA Empfehlung: BQ Filament

PETG
 

 

Drucker mit dem PC verbinden

Update: in diesem Artikel gehen wir nochmal ausführlicher auf dieses Thema ein

Es gibt die Möglichkeit den PC direkt mit dem Drucker zu verbinden, um ihn beispielsweise viel bequemer einzurichten oder zu steuern.
Dazu muss der Drucker logischerweise per USB mit dem PC verbunden sein.
Aber Achtung: Der Drucker startet sich neu wenn eine Verbindung aufgebaut wird, also nicht während einem Druck einstecken oder den PC hochfahren.
Außerdem benötigt ihr die passenden Treiber für den ANET A8 die ihr hier finden könnt:

Schaut nach der Installation der Treiber am besten mal im Geräte-Manager nach, welcher Port genutzt wird, sollte dann beispielsweise so aussehen:

 

 

Habt ihr das geschafft, ist der nächste Schritt, den Drucker in der entsprechenden Software zu verbinden.
Dazu lest bitte im Artikel zum entsprechenden Programm weiter (FAQ unter “Die richtigen Einstellungen)

Ist der Drucker verbunden können diverse GCODE Befehle ausgeführt werden, die Temperatur gesetzt oder aber das Z-Offset bequem am Drucker eingestellt werden.

Die wichtigsten GCODES haben wir euch in diesem Artikel aufgelistet.

Die richtigen Einstellungen

Die richtigen Einstellungen zum Drucken gibt es pauschal nicht.
Dies hängt immer stark davon ab, was für ein Objekt ihr druckt, welches Filament ihr druckt und vor allem auch auf was für einen Untergrund!

Hier ist viel Übung und auch etwas Erfahrung gefragt, generell empfiehlt sich am Anfang mit niedrigeren Geschwindigkeiten (z.B. 35mm/s) und einer Layerhöhe von 0.2 zu drucken. Wenn ihr mit diesen Einstellungen euren Druck soweit optimiert habt dass das Objekt gut aussieht und die richtigen Maße hat, kann auf mehr Druckgeschwindigkeit optimiert werden.

 

Firmware

Für den Prusa Clone ANET A8 gibt es verschiedene Firmwares. Wenn der Drucker ausgeliefert wird ist auf dem Mainboard die Original Firmware (kurz OFW) installiert.
Eine sogenannte Custom Firmware (kurz CFW) ist allerdings empfehlenswert, da diese mehr Einstellungen bietet und etwas mehr auf den Drucker abgestimmt ist.

Wenn ihr einen Auto-Level Sensor anbringen möchtet, ist dies mit der Original Firmware nicht möglich und ihr müsst zwingend eine andere installieren (mehr dazu im FAQ Bereich Auto-Level Sensor)

Die weit verbreiteste Firmware ist SkyNet3D.
Schaut bitte auf deren Facebook Seite nach dem Link, dort findet ihr immer die aktuellste Version inkl. der benötigten Software und der Installationsanleitung.

Auf folgende Punkte solltet ihr beim Firmware flashen unbedingt achten:

  • Firmware flashen ist immer mit einem kleinen Risiko verbunden, es kann trotz Anleitung auch mal schiefgehen.
  • AUF KEINEN FALL das Kabel vom Drucker entfernen oder irgendwie am Drucker rumspielen während die Firmware vom PC an den Drucker überträgt
  • UNBEDINGT die richtige Datei auswählen (Display/Sensor/etc.)
  • STRIKT an die Anleitung halten, alle Punkte genau so ausführen

 

Wir schreiben bewusst nichts zur Installation, da sich die Vorgehensweise von Version zu Version immer wieder ändert und wir sonst eventuell die falsche Anleitung kommunizieren würden.

Druckuntergründe

Tape oder Glas?

Bei der Auswahl des richtigen Druckuntergrunds gibt es verschiedene Meinungen, jeder Untergrund hat seine Vor- und Nachteile.

Glas allgemein

Glas ist als Druckunterlage super geeignet, denn es ist verschleißfrei, der Drucker haftet solange das Heat Bed warm ist mehr als gut und lässt sich total einfach vom Heat Bed lösen sobald die Temperaturen sinken. Es empfiehlt sich hier beispielsweise ab Layer 10 etwas mit der Temperatur runter zu gehen, spart Energie und die Wartezeit bis zum Abnehmen des Objekts ist kürzer.

Der Untergrund vom Objekt ist bei Glas ist mit den richtigen Einstellungen so ziemlich ähnlich einer Glasoberfläche, man kann sich fast selbst im Untergrund erkennen, da er so glatt ist.

Bei Glas müssen eure Einstellungen (vor allem das Z-Offset) allerdings immer richtig gut passen, da sonst der Druck nicht hält.

 

Floatglas

Floatglas ist ein einfaches Glas wie man es auch aus Bilderrahmen kennt. Es ist als Untergrund gut geeignet, aber nicht sehr hitzebeständig. Bei einem Standarddrucker dauert es allerdings lange genug das Heat Bed auf Temperatur zu bringen, um dem Glas nicht zu schaden. Floatglas ist eine günstige und gute Druckunterlage.

Beim Kauf solltet ihr darauf achten, nicht einfach irgendein Glas zu kaufen, denn die Dicke vom Glas sollte durchweg gleich sein um ein 100% gerades Druckbett zu gewährleisten.

 

Borosilikatglas

Borosilikatglas ist das “beste Glas”. Diese Glas verfügt theoretisch über die besten thermischen Eigenschaften, es verträgt Temperaturwechsel, viel Hitze und viel kälte und das auch noch bei wenig Dicke.

Bei diesem Glas wäre es theoretisch möglich, nach dem Druck mit Kältespray die Temperatur zu reduzieren um das Objekt sofort abnehmen zu können. Ob das unbedingt nötig ist sollte jeder für sich entscheiden.

Unbedingt benötigt wie viele der Meinung sind, ist dieses Glas nicht. Es schadet aber auch nicht.

 

Spiegel

Ein Spiegel eignet sich auch sehr gut als Druckunterlage, die Eigenschaften entsprechen ungefähr dem Floatglas.

Hier ist aber noch zu erwähnen, dass ein Spiegel immer eine super gerade Oberfläche bietet, denn ein Spiegel würde ein verzerrtes Bild darstellen wenn er nicht gleichmäßig wäre.

 

Buildtak

… ist eine Druckunterlage die irgendwo aufgeklebt werden muss. Daher nicht unbedingt empfehlenswert bei einem originalen Heat Bed, da dies bekanntlich nicht 100%ig gerade ist. Bei Buildtak liest man allerdings auch sehr oft, dass die Objekte hier ZU GUT haften und sich nicht mehr richtig lösen lassen.

Wie soll ich das Glas befestigen?

Zur Befestigung von Glas oder Spiegel gibt es diverse Lösungen. Hierunter sind auch druckbare Teile, wobei dabei beachtet werden sollte das PLA nicht sehr temperaturfest ist und nicht unbedingt als Halterun am Heat Bed geeignet ists.

Empfehlenswert diese Klammern, halten sehr sehr gut, tragen aber etwas auf

 

Praktisch und sehr schlicht anzuschauen sind die Halterungen von rahmenlosen Bilderrahmen. Allerdings halten diese nicht so gut wie die oben genannten Klammern – wenn ihr aber etwas vorsichtig seid, reichen die Halterungen völlig aus.

Am einfachsten und günstigsten ist es, einfach einen rahmenlosen Bilderrahmen zu kaufen, einzelne Clips sind meist teurer.

Drucktemperaturen

Generelles zum Thema Drucktemperaturen:

Vorab: Sollte euer Druck sich an den Ecken heben (Warping), wird ihm meistens zu warm!

Mit einem Standard-Drucker, sprich ohne irgendwelche Änderungen an der Lüftung oder dem Druckuntergrund empfiehlt sich: Nozzle je nach PLA ca. 200 Grad und das Heizbett auf 55 Grad. Hält euer Druck mit 55 Grad nicht auf dem Heizbett, stimmt etwas anderes nicht – es liegt nicht an der Temperatur! Prüft zuerst euer Z-Offset,

Ist der Untergrund ein anderer, beispielsweise Glas, muss man mit den Temperaturen etwas spielen.
Das hängt auch von den Gegebenheiten rundherum ab (zum Beispiel Heizbett Isolierung).
Wir drucken derzeit mit einem Floatglas (4mm) mit 200 Grad Nozzle und das Glas auf 60 Grad zum Start. Ab Layer 5 gehen wir mit der Temperatur schon auf 40 Grad herunter, der Druck hält trotzdem immer noch super. Der Vorteil dadurch ist zum einen, dass sich der Druck danach schneller lösen lässt (Glas muss abkühlen bis das Objekt herunter genommen werden kann) – zum anderen aber ist der große Vorteil dadurch, dass die Schwankungen in der Temperatur viel geringer sind. Das wirkt sich positiv auf den Druck und die gesamte Belastung des Mainboards aus (Spannungsschwankungen)
Das Heat Bed (und der ganze Drucker) tut sich bei geringeren Temperaturen leichter!

Die Temperaturen sind aber auch davon abhängig wo der Drucker steht.
Am idealsten ist es, wenn er in einem windstillen Raum steht oder noch besser in einem Schrank. Somit ist auch die Umgebungstemperatur konstant gegeben.

Testet einfach mal verschiedene Temperaturen (auch Temperatur XX ab Layer XX) und findet mit der Zeit euren perfekten Wert.

Mein Druck haftet nicht!

Eines der größten Probleme beim 3D Druck, davon liest man immerwieder in diversen Gruppen und Foren.

Der Druck haftet nicht – ein allseits bekanntes Problem mit dem jeder schonmal zu kämpfen hatte.

Hier einige hilfreiche Tipps, um das Problem aus der Welt zu schaffen

  1. Z-Offset richtig einstellen – nicht zu tief, nicht zu hoch!
  2. Temperaturen höher, je nachdem mit welchem Untergrund ihr druckt solltet ihr die Temperaturen entsprechend anpassen, lest dazu auch unbedingt in der FAQ den Punkt “Drucktemperaturen”
  3. Sauberkeit auf dem Heat Bed ist wichtig – vor allem dann wenn ihr auf Glas oder Spiegel druckt.

Im besten Fall, das Glas oder den Spiegel mit fett- und silikonfreiem Reiniger abwischen, evtl. auch mit Alkohol oder Desinfektionsmittel. Wir haben persönlich die Erfahrung gemacht dass es am Anfang einmal ordentlich gereinigt werden sollte. Danach genügt es, mit einem trockenen Stück Küchenrolle einmal über das Glas oder den Spiegel zu reiben um Kleinigkeiten wie Fingerabdrücke zu entfernen.

Sollte es trotzdem nicht klappen helfen wir gerne auch in den Kommentaren weiter, dann aber bitte direkt die Temperaturen dazu posten.

 

Was ist mit Haarspray?

Haarspray ist je nach Druckmaterial hilfreich – bei PLA und PETG wird es aber definitiv nicht benötigt.

Wenn euer Druck nicht auf dem Druckbett haftet, korrigiert euer Z-Offset anstatt mit Haarspray rumzusprühen!

Haarspray macht auch Dreckund lagert sich überall ab. Es verklebt die Gewinde- und Präzisionsstangen und bringt sie zum quietschen.

Beim Verwenden von Haarspray ist darauf zu achten, dass die Schicht auf dem Glas oder dem Spiegel “dick” sein sollte, nicht nur einmal kurz drüber wie die Freundin über ihre Haare, sondern richtig lange das Glas oder den Spiegel damit vollsprühen, dabei natürlich immer in gleichmäßigen Bewegungen über das Heat Bed sprühen.

Guter und geeigneter Haarlack ist zum Beispiel dieser hier

Auto-Level Sensor

Sensortypen

Es gibt im Prinzip zwei verschiedene Sensortypen und drei Sensoren zur Auswahl.

Induktive und Kapazitive Sensoren – und den “Original” Sensor der auch induktiv arbeitet (und sich mit einer ANET Firmware verwenden lässt)

Induktiv

Dieser Sensor misst, wie der Name schon sagt, per Induktion. Das bedeutet er lässt sich nur verwenden wenn ihr einen Magnetischen Untergrund verwendet, maximal mit einer Dünnen Klebeschicht als Unterlage wie z.B. BlueTape
Mit Glas funktioniert dieser Sensor je nach Dicke zwar auch, er kann allerdings die Glasscheibe oder den Spiegel nicht messen, sondern er wird durch das Glas durchmessen und das Heizbett als Maß nehmen. Ein induktiver Sensor macht mit Glas also keinen Sinn.

Kaufen könnt ihr die Induktiven Sensoren hier, wobei der rechte dem “Original” entspricht:

 

 

Kapazitiv 

Ein Kapazitiver Sensor misst kurz gesagt ALLES – auch Glas. Wer zur Technik mehr wissen möchte sollte sich am besten kurz auf hier einlesen

Der Vorteil bei diesem Sensor ist eben genau der, er kann auf BlueTape, dem Original Bett, irgendwelchen aufklebbaren Druckuntergründen und auch auf Glas und Spiegeln messen.

Die Wahl des richtigen Sensors

Nachdem ihr “Sensortypen” gelesen habt, wisst ihr, dass der Original Sensor ein Induktiver ist nur auf metallischen Untergründen funktioniert. Tape und niedrige Klebeflächen stellen kein Problem dar. Allerdings empfiehlt es sich, einen kapazitiven Sensor zu kaufen falls ihr noch keinen Sensor bestellt habt.

Denn damit seid ihr auf jeden Fall unabhängig vom Druckuntergrund und könnte zwischen Glas, Spiegel, Tape munter hin- und herwechseln ohne Probleme mit dem Sensor zu bekommen.

Einen kleinen Unterschied gibt es allerdings zwischen dem Induktiven Originalsensor und dem Kapazitiven Sensor noch: Die Firmware.

Für alle Sensoren muss eine neue Firmware aufgespielt werden, für den Originalsensor reicht eine ANET Originalfirmware, für alle anderen muss es eine Custom Firmware sein.

 

Unsere Empfehlung

 

 

Anschluss und Installation

Anschluss

Um den empfohlenen Sensor anzuschließen benötigt ihr im Idealfall eine kleine Schaltung, damit das Mainboard den Sensor problemlos erkennt. Der Hintergrund dazu ist der, dass der Sensor die 12V zwar direkt vom Netzteil bekommt, allerdings liefert er beim Schalten nicht wie normalerweise erwartet 0V sondern es bleibt ein “Rest” von ca. 0,7V über.
Das ANET Board benötigt aber mindestens 0.3V oder weniger um vernünftig zu schalten.

Daher empfiehlt sich dringend ein Optokoppler der die, vom ANET Board gewünschten, 0V beim Schalten liefert.

Hier haben wir ein Schaltbild für euch zum selbst bauen
(nur NPN und für das ANET Mainboard kann der R2 weggelassen werden)

 

Installation 

Wie schon erwähnt, muss die Firmware für den Sensor geändert werden, sonst ist er nicht anwählbar.

Hierfür empfiehlt sich definitiv die Skynet3D Firmware!

Außerdem muss in eurem Startcode im Slicer “G29” mit eingetragen sein, damit der Drucker zu Beginn des Drucks alle Punkte zum Autoleveln anfährt.

Hier ein kurzer Beispiel-Startcode (mehr dazu hier)

G28 X0 Y0 ;move X/Y to min endstops
G28 ; home all axes
G29
M117 Drucken...

Halter und Befestigung

Für die verschiedenen Sensoren gibt es dementsprechend auch verschiedene Halterungen.

Es empfiehlt sich beim 12 und 18mm Halter zwingend diesen Halter zu verwenden, da er die zwei Lücken am Kühlkörper schließt und somit auch sich selbst noch etwas Stabilität mitbringt. Diese Halterung ist auch auf die Skynet3D Firmware abgestimmt (Position) und liegt der Firmware beim Download bei.

Beim “Original-Sensor” solltet ihr auf diesen Halter zurückgreifen.

Ansonsten finden sich auf thingiverse noch viele weitere Halter, falls ihr ein anderes Setup am Extruder verwenden solltet oder der Platz am Lüfter schon durch andere Dinge wie z.B. LEDs belegt ist.

Offset einstellen

Das Z-Offset ist eine der wichtigsten Einstellungen beim Auto-Level, von ihm hängt fast alles ab. Vor allem Haftung und Druckbild ändern sich mit dem richtigen Offset.

Da dieses Thema so wichtig ist und eventuell etwas mehr Erläuterung braucht, haben wir euch alles dazu in einem extra Beitrag aufgelistet: Z-Offset für Auto-Leveling Einstellen