Creality 3D CR-10S Pro im Test!
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Wir haben endlich mal wieder einen neuen Drucker, der auch qualitativ einiges zu bieten hat. Natürlich kommt er aus dem Hause Creality3D und ist eine wirkliche Verbesserung zum CR10S!

Lange war es relativ ruhig bei uns, was das Thema neue Drucker angeht. Der Creality3D CR-X ist zwar weiterhin nicht schlecht, allerdings sind die beiden Extruder nicht unbedingt notwendig und auch der Preis ist nicht im Bereich des CR-10S angesiedelt.

Der CR-10S Pro kommt dem schon wieder etwas näher, denn er baut auf einem altbekannten und SEHR beliebten Modell auf, dem Creality3D CR-10.

Dieser war damals einer der ersten Test-Drucker bei uns im Blog, und wir verwenden diesen Drucker noch heute (auch wenn er etwas umgebaut ist).

Bisher war einfach kein würdiger/besserer Nachfolger da, auch wenn viele YouTuber oder Blogger mit “CR-10 Killer” titeln. Wenn wir ehrlich sind, war bisher kein wahrer Gegner dabei.

Auch der CR-10S Pro soll kein “Gegner” sein – sondern eine tolle Steigerung zum CR-10S.

Features

Hier listen wir euch in Kürze die Features auf, die herausstechen. Standard-Dinge wie z.B. eine Nozzle mit 0,4mm Durchmesser haben wir bewusst außen vor gelassen (alle Details ausführlich gibt es u.a. auf Gearbest)

  • Auto-Level Sensor vorinstalliert und einsatzbereit
  • abnehmbare Dauerdruckplatte
  • keine zusätzliche Elektronik-Box
  • Dual-Z
  • beiligender Filament-Halter der auf den Drucker montiert werden kann
  • Filament-Sensor mit Pause Funktion (und LED-Anzeige)
  • Pause/Resume Funktion
  • Marlin 1.1.6 vorinstalliert (OpenSource, Quell-Firmware liegt also vor)
  • 24V Meanwell Netzteil (!)
Inhalt und Montage

Der Creality CR-10S Pro kommt von Gearbest für einen fairen Preis (Gutscheine am Ende dieses Beitrags) innerhalb von 10 Tagen. Inzwischen wird der Creality Drucker mit viel Zubehör geliefert und es ist sehr wenig Arbeit nötig, um den Drucker aufzubauen.
Genauer gesagt sind es genau 4 Schrauben, um die Z und X-Achse auf dem Gehäuse zu montieren.

Die Stecker einstecken und Starten, mehr ist es wirklich nicht!

Wenn ihr möchtet, könnt ihr den beiliegenden Filament-Halter noch mit zwei Schrauben auf dem Drucker oben anbringen – eine gute Lösung die wir (gedruckt) schon seit einiger Zeit am CR-10 nutzen.

Damit spart ihr euch Platz auf dem Schreibtisch und die Filament-Spule kann ungehindert drehen.

Beiliegend erhaltet ihr einiges hochwertiges Zubehör wie ihr auf dem Foto sehen könnt. Auch eine kleine Rolle PLA liegt bei, gut für Anfänger die noch kein PLA besitzen!

 

Erster Eindruck

Der erste Eindruck ist durchweg positiv. Nicht dass wir es von den Creality3D Druckern sowieso schon gewohnt waren, die Qualität ist bei diesem Gerät nochmal verbessert. Toll eingepackt und hochwertig verpackt.

Auch  beim Auspacken bemerkt man, dass auf Kleinigkeiten geachtet wurde, die sich auf den ersten Blick so vielleicht gar nicht bemerkbar machen.

Alles an Zubehör ist beispielsweise in einzeln beschriftete Tüten verpackt, manches nochmals extra. Der Seitenschneider ist zum Beispiel nochmal extra in einem Karton verpackt, ein Ersatz-Teflon Tube oder auch die Ringe für die Fittinge, eine Nozzle oder ein Ersatz-Fitting liegen bei.

Vor einiger Zeit war das bei einem China Drucker noch nicht denkbar; heute ist der Drucker auf Europäischem Qualitätsniveau!

Der erste Start

Der CR10 S Pro verfügt über ein Touchscreen mit einem vollwertigen Lautsprecher, der beim Start eine “Wetten dass…?” ähnliche Melodie abspielt.

Beim ersten Start wird man direkt auch mit einem chinesischen Menü überrascht, was sich aber intuitiv umstellen lässt. Ansonsten einfach unseren Fotos folgen, der Menüweg ist aber leicht zu finden.

Der Touchscreen reagiert super auf die Eingaben per Finger, es ist KEIN “schwammiges draufrumdrücken” wie auf manch anderen Touchscreens. Jeden Auswahl die ihr auf dem Screen antippt, wird mit einem Piepton bestätigt, der je nach Untermenü leicht anders klingt.

Insgesamt sind die Bestätigungstöne wohl eher einer Telefontastatur zuzuordnen als einem 3D-Drucker.

Hier kann allerdings Abhilfe geschaffen werden, der Touchscreen lässt sich separat neu flashen, und dank dem noch relativ neuen Open-Source Gedanken von Creality3D ist auch die Quelldatei frei verfügbar.

Dort sind “.wav” Dateien hinterlegt, die theoretisch einfach getauscht werden können, schon sind die Telefon-Töne verschwunden.

Alternativ lässt sich der Sound oben (siehe 3. Abbildung) auch auf lautlos schalten.

Aber nun genug von der Soundgestaltung des Creality3D CR-10S Pro.

Das Menü ist relativ einfach gehalten, bringt aber alles mit was benötigt wird. Eine Eingabemöglichkeit von GCodes ist nicht gegeben, dafür ein tolles Menü fürs Autoleveling, in dem ihr das komplette Heizbett einmal automatisch scannen lassen könnt.

Vorher solltet ihr den Drucker allerdings aufheizen.

Heatbed

Beim Aufheizen ist uns aufgefallen, dass das bereits gedämmte(!) Heizbett relativ schnell warm wird. Das liegt daran, dass der Drucker über eine 24V Elektronik verfügt, welche eben auch das Heatbed in kürzester Zeit auf 40 Grad bringt.

Nur 40 Grad? Ja genau, denn mit der Dauerdruck-Oberfläche von Creality reicht das vollkommen aus. Im Laufe des Tests mussten wir feststellen, dass selbst mit “nur” 40 Grad eine teilweise zu starke Haftung erreicht wird.

Der Drucker ist auf “Eco” voreingestellt, was bedeutet dass die Firmware ab einer gewissen Höhe das Heizbett automatisch abschaltet. Diese Funktion lässt sich zwar abschalten (per Touchscreen), konnte von uns jedoch positiv getestet werden. Kein Druck hat sich bisher abgelöst, im Gegenteil, wir mussten nach jedem Druck (trotz 0 Grad Bett-Temperatur nach ca. 10-15 Min) mit der Spachtel nachhelfen um den Druck zu entfernen.

Nozzle

Das andere aufgeheizte Bauteil ist dann eben das HotEnd bzw. die Nozzle.

Diese heizt, wie soll es anders sein, auch sehr schnell auf. Hier ist eventuell zu erwähnen, dass die montierte Nozzle etwas größer ist als vom CR-10 gewohnt (eine genaue Bezeichnung reichen wir nach)

Der hier montierte Bauteilkühler ist ein Halbkreis, der die Nozzle also zu einer Seite umschließt. Der kühlende Lüfter dafür, ist KEIN 5015 “Turbofan” sondern tiefer gebaut und dadurch etwas leiser als die altbekannten 5015 Fans.

 

Leveling

Ist der Drucker also aufgeheizt, könnt ihr einmal das Auto-Leveling starten, um die insgesamt 16 Messpunkte auf dem Bett automatisch abzufahren. Danach könnt ihr das die Werte für das gemessene Netz / Mesh auf dem Display sehen, müsst aber nichts weiter tun.

Es empfiehlt sich hier, das Bett einmal ordentlich auszurichten und dann zukünftig alles dem Auto-Level zu überlassen. Zum erstmaligen einstellen des Abstands von Nozzle zum Bett liegt ein Tool bei das dazwischen geschoben werden kann.

Am einfachsten ist es nach dem Einstellen, den Sensor dann oben der kleinen Schlitz-Schraube so lange zu drehen bis die LED abschaltet und dann wieder kurz zurück, bis die LED wieder angeht.

Wenn ihr dann einmal “Home Z” drückt, sollte der Drucker genau auf diese Position zurückfahren und der Drucker ist Startklar.

 

Elektronik

Wie oben schon erwähnt, ist ein 24V Netzteil verbaut. Hersteller ist Meanwell, Typ “Meanwell RSP-500-24”.

Was vielleicht nicht immer klar ist: In den meisten anderen China-3D-Druckern ist ein sehr günstiges Netzteil verbaut. Das Netzteil funktioniert in den meisten Fällen auch – die Frage ist allerdings wie lange, wie laut und wie sicher.

Hier steckt der Teufel im Detail, denn Meanwell Netzteile sind generell für Qualität bekannt. Selbstverständlich ist das nicht unbedingt nötig, wer allerdings viel druckt und vielleicht auch unbeaufsichtigt, wird früher oder später zu einem Netzteil dieser Sorte greifen und das NoName China Netzteil ersetzen. Es gibt auch genügend dieser China Netzteile die schon nach wenigen Betriebsstunden mit einer sanften Duftnote den Geist aufgegeben haben.

Das Netzteil ist daher aus gutem Grund selten mit angegeben, meist werden nur Werte genannt wie Watt oder Volt.

Creality macht hier zurecht Werbung mit dem Meanwell Netzteil, großer Pluspunkt der sich in den ersten Betriebsstunden nicht bemerkbar macht, aber auf Dauer und für die allgemeine Sicherheit garantiert die deutlich bessere Wahl ist.

Der Lüfter ist temperaturgesteuert und geht nur dann an, wenn es dem Netzteil “zu warm wird”.

Außerdem sind im Gehäuse noch zwei weitere, relativ laute, Lüfter verbaut. Einer pustet auf das Mainboard und kühlt die Steppertreiber (aber irgendwie nicht alle) und der andere pustet hinten aus dem Gehäuse, wo eigentlich keine Elektronik sitzt.

Diese beiden Lüfter kann man bei unseren europäischen Temperaturen guten Gewissens durch leisere ersetzen. Gerade der Lüfter der für das Mainboard arbeitet, lässt sich optimieren um das komplette Board zu erreichen und nicht nur zwei Stepper-Driver.

Leider ist nur ein 8 Bit Board (ATMega2560) verbaut, wir hätten uns hier ein etwas schnelleres Board gewünscht, vor allem weil alle anderen Komponenten wirklich gut sind. Eventuell lässt sich hier mit der Klipper Firmware etwas richten bzw. der Drucker schneller machen… und ja, ein Klipper-Tutorial folgt in den nächsten Tagen 🙂

Fazit 

Alles in allem ein sehr gelungener Drucker. Einer der wenigen, wenn nicht sogar DER China-Drucker mit einem solch hohen Qualitätsniveau. Der Drucker kann in der Qualität auf jeden Fall mit europäischen Herstellern mithalten, bis auf ein etwas schwaches Board und die etwas lauten Lüfter in der Box gibt es an diesem Drucker wirklich nichts auszusetzen. Der Extruder ist super verarbeitet, alle wichtigen Teile am Drucker sind aus Metall.

Die Elektronik verschwindet komplett in der Box und die Kabel sind damit perfekt aufgeräumt. Der Drucker ist zwar groß mit seinen 30x30x40cm Bauraum aber auch nicht zu verachten. Wir behaupten einfach mal, dieser Bauraum auf dem kleinen Platz den der CR-10S Pro benötigt ist einzigartig bzw. nicht mehr kompakter zu bekommen.

Falls ihr einen neuen Drucker sucht bzw. von einem Ender 2 oder Ender 3 upgraden wollt, empfiehlt sich auf jeden Fall ein CR-10S Pro. Der Mehrpreis von derzeit ca. 150-170€ ist gerechtfertigt, alleine das Netzteil kostet hier in Deutschland ungefähr 100€. Einen CR10-S zu kaufen, ein Touchscreen und ein wertigeres Netzteil nachzurüsten macht hier wirklich keinen Sinn. Zudem lässt sich die Elektronik nicht “einfach so” auf 24V ändern.

Solltet ihr einen CR-10S oder CR-10 besitzen, würde sich die Investition sicherlich nicht wirklich lohnen, ihr macht keinen großen Sprung, die Druckqualität ist genauso gut wie bei einem gut eingestellten CR-10 oder CR-10S, makellos!

Aber wer weiß, 3D-Drucker kann man ja nie genug haben … in dem Fall würden wir als Zusatzdrucker zum CR-10S Pro greifen!

Gutschein & Kauf

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Dieses Thema enthält 4 Antworten und 3 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von  BergBier vor 1 Woche, 2 Tagen.

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  • #6522 Antwort

    t0bse
    Keymaster

    Wir haben endlich mal wieder einen neuen Drucker, der auch qualitativ einiges zu bieten hat. Natürlich kommt er aus dem Hause Creality3D und ist eine wirkliche Verbesserung zum CR10S!


    [zum Artikel: Creality 3D CR-10S Pro im Test!]………

  • #6560 Antwort

    Jerschen
    Teilnehmer

    Hi, wollte bei GB gucken wegen dem Preis, leider funktioniert der Promotion-Code nicht. Könnt ihr mal gucken?

     

    Danke

  • #6598 Antwort

    Andreas

    Hallo zusammen,

    hat jemand das Ding mit octoprint in Betrieb? Bei mir werden die Temperaturen leider nicht angezeigt 🙁

    Und kennt jemand die genauen Einstellungen für das Teil?

    Danke!

    • #6609 Antwort

      BergBier

      Hast du schon versucht die Firmware zu updaten. Am besten nimmst du die von tiny mashines.

  • #6600 Antwort

    KittenByte

    Hallo Ich bin neugierig auf den Klipper post. Schon ein Update? – KB

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