REVIEW! Alfawise U10 – mehr fürs Geld!?

Wir hatten bereits angekündigt, dass der Alfawise U10 sich auf dem Weg zu uns befindet. Jetzt ist er da und wir haben getestet!

Vor einigen Tagen haben wir den Alfawise U10 in diesem Artikel schonmal kurz angekündigt und vorgestellt: Alfawise U10 – ein besserer Creality CR10S ?

Der Drucker ist glücklicherweise vor dem Wochenende bei uns angekommen und wir hatten daher schon genug Zeit, um ihn zu testen.

Aber der Reihe nach:

Wer steckt hinter Alfawise?

Zunächst möchten wir allerdings auf die Marke eingehen, Alfawise hat bisher keine Drucker hergestellt und ist relativ unbekannt. Dem ein oder Anderen wird der Hersteller jedoch bekannt sein, denn es ist die Eigenmarke von Gearbest unter der normalerweise Unterhaltungselektronik und Smart-Home Produkte vertrieben werden. Alfawise ist dabei aber kein Hersteller der eigenen Produkte, sondern vertreibt OEM Produkte. Das bedeutet, Alfawise lässt herstellen und vertreibt unter eigenem Namen. Somit wäre es theoretisch möglich, dass Creality3D die Drucker baut und Alfawise diese unter eigenem Namen vertreibt – ob das so ist wissen wir allerdings nicht.

 

Unboxing

Wie inzwischen bei fast allen Druckern, kommt auch der Alfawise U10 gut verpackt in einem relativ großen Karton. Wie auf dem ersten Foto zu sehen, ist der Karton 71x63cm groß – muss er aber auch sein, denn der Drucker kommt vormontiert. Da mit dem Drucker eine Baugröße von 40x40x50cm realisiert wird, muss der Karton also so groß ausfallen.

Wir haben für euch Schicht für Schicht fotografiert, somit seid ihr (fast) live dabei. Sofort zu erkennen ist auf den Fotos und beim Auspacken des Alfawise U10, dass auf dem Krepp bzw. auf dem Heizbett schon ein Probedruck gelaufen ist – wohl auch wirklich mit diesem Drucker wie ihr weiter unten sehen könnt.

 

Beim Auspacken ist lediglich aufgefallen, dass sich beim Transport wohl die Muttern und Federn vom Heizbett gelöst hatten, und daher lose im Karton lagen.

Das war für uns weniger schlimm, da die Teile alle im Karton lagen, lässt sich aber optimieren und sollte es auch. Denn dadurch ist das Heizbett recht lose und hängt nur am Riemen bzw. wird durch die aufliegenden Schichten fixiert – da die Glasplatte auch auf dem Heizbett vormontiert ist, könnte das negativ für die Glasplatte ausgehen.

Alfawise U10 unboxing

 

Was wird mitgeliefert?

Das übliche Zubehör eines 3D Druckers wird mitgeliefert, manche Teile überraschen auch!

Das Handbuch ist relativ umfangreich, ungewöhnlich das so etwas in gedruckter Form beiliegt. Meist kommt eine Quick Start Anleitung und die restlichen Informationen sind auf der beigelegten SD-Karte gespeichert – das Handbuch meist als PDF. Ein Pluspunkt!

Der klassische Seitenschneider darf natürlich nicht fehlen, hier fällt der etwas dickere Griff im Vergleich zu den gewohnten Seitenschneidern auf.

Die Spachtel hingegen bekommt leider einen Minuspunkt, vorne nicht abgeschrägt und somit viel zu dick um einen Druck von der Glasplatte zu lösen. Zum Abkratzen von Druckresten aber ausreichend. Inbus, Krepp, Schraubenschlüssel, USB Kabel, Kaltgerätestecker, Klammern, Schrauben und SD-Karte mit 8GB sind nicht sonderlich erwähnenswert.

Interessant ist schon eher, dass der beiliegende Schraubendreher magnetisch ist. Das ist wohl der erste 3D Drucker Zubehör-Schraubendreher, der magnetisch ist 😉

Ein nettes extra ist außerdem der USB-Kartenleser für verschiedenste Formate. So einen Kartenleser kann man immer gebrauchen. Das Teststück PLA ist nett, aber in der Farbe pink wohl nicht so oft benötigt. Zum Testen ist dies aber natürlich mehr als ausreichend.

Zu guter Letzt noch die T-Stücke mit Schraube und T-Muttern, vormontiert. Diese zwei Teile und die 4 Schrauben auf der Unterseite, sind auch wirklich die einzigen Teile die zur Montage noch angebracht werden müssen. Damit kann man nichts falsch machen und ist auch noch wirklich schnell beim Aufbau!

Die Elektronik-Box

Außer den Zubehörteilen erhaltet ihr natürlich auch die Elektronik-Box, wie sie derzeit überall mitgeliefert wird. Hier steckt die komplette Steuerung des Druckers drin und alle Kabel sind mit Steckern versehen. Die Stecker sind zudem auch noch beschriftet, und machen das anschließen des Druckers sehr einfach! Einzig der etwas größere Stecker ist etwas ungewöhnlich da er so breit ist, ansonsten ist das Anschließen selbsterklärend und geht sehr schnell.

Wie auf den Fotos zu erkennen ist, kommt die Elektronik-Box des Alfawise U10 oben mit einer kugel gelagerten Drehscheibe, auf die so ziemlich jede Filamentrolle passt. Das ist hier besser gelöst, denn selbst eine XXL Filament Spule mit 2,6KG bringt die Box damit nicht zum kippen und lässt sich leicht drehen.

An der Seite der Box befindet sich der SD-Karten Slot, der relativ groß ausfällt. Man muss schon genau darauf achten wo man die SD-Karte hineinsteckt, blind landet sie meistens NICHT im Slot. Außerdem seht ihr seitlich den USB Anschluss für das beiliegende USB A auf USB B Kabel und einen Stromanschluss. Auf den Stromanschluss gehen wir im Kapitel „Elektronik“ nochmal näher ein, es scheint aber so als wäre dies der Anschluss für einen zusätzlich montier- und an schließbaren Laser. Auf der Rückseite befindet sich der tatsächliche Stromanschluss für den mitgelieferten Kaltgerätestecker und ein kleiner Lüfter der IN die Box hineinpustet.

Die Unterseite haben wir deshalb nochmal extra als Foto mit angehängt, da wir hier darauf hinweisen möchten, dass sich dort nicht der Ausgang für den Netzteil Lüfter befindet. Das Netzteil ist bei diesem Drucker zwar auch aktiv belüftet, der Lüfter zeigt aber in Richtung Innenseite der Box. Durch die seitlichen Lüftungsschlitze sollte das kein Problem darstellen, und ist eventuell sogar von Vorteil wenn der Lüfter direkt auf das Mainboard pustet.

Der Alfawise U10 und die heißen Teile
Hot End

Wie oben schon erwähnt und auf den Bildern ersichtlich, erhaltet ihr den Alfawise U10 schon weitestgehend vormontiert und es bedarf kaum noch Arbeitsaufwand um den ersten Druck zu starten. Wir haben euch auf diesen Fotos schon ein paar kleine Details fotografiert. Wie erwartet sind hier die Stecker auch schon montiert und müssen nur noch mit den Steckern der Controll-Box verbunden werden.

Mit dem ersten heißen Teil, dem Hot End bzw. der Nozzle wurde wohl bereits schon gedruckt, anders würde sich der Druck auf dem Heatbed und die PLA Reste an der Nozzle nicht erklären lassen. Das Hot End selbst ähnelt optisch (außer farblich) genau dem des CR10 – was hier aber leider sofort negativ ins Auge sticht ist, dass es zwar einen Lüfter für eine Objektkühlung gibt, allerdings kein (gedrucktes) Teil, welches die Luft in die richtige Richtung leitet. Somit pustet der Lüfter der Objektkühlung erstmal auch noch gegen das Hot End. Zu heiss wird es damit zwar auf keinen Fall, allerdings ist das Bridging damit wohl nicht der Hit. Abhilfe gibt es aber bereits auf thingiverse, ein Teil welches sich drucken und mit den Originalteilen montieren lässt, um einen ordentlichen Objektkühler verwenden zu können.

Hier gehts zum Alfawise U10 40mm Fan Duct 

Alternativ passen sicher auch die „Fang“ für den CR10 welche hier zu finden sind.
Dabei aber bitte beachten dass diese wahrscheinlich nicht mit den Originalteilen montiert werden können und ihr ggf. einen anderen Lüfter oder zusätzliche Schrauben benötigt.

Heat Bed

Das zweite heiße Teil am Drucker, auch Hot Bed oder Heat Bed genannt, war wie ihr oben lesen konntet nicht fest montiert bzw. die Muttern hatten sich beim Transport gelöst. Daher hat es sich natürlich angeboten, das Heat Bed und die dazugehörige Y-Achse gleich näher zu betrachten. Im Heat Bed ist, wie üblich, mittig ein Thermistor aufgeklebt um die aktuelle Temperatur an die Elektronik-Box zu übermitteln. Hier fällt auf dass die Leiterbahnen des Thermistors wohl im inneren des Heat Bed geführt werden, denn ein Kabel AUF der Unterseite des Heat Bed sucht man vergeblich. Das macht einen Tausch wenn der Thermistor defekt sein sollte natürlich nicht ganz so einfach.
Ansonsten sind die Kabel am Heat Bed angelötet, eine Nahaufnahme der Lötstellen findet ihr unten in den Detailfotos.

Ein Kabelhalter für die Anschlusskabel (auch bekannt als Zugentlastung) ist  bereits verbaut und funktioniert sehr gut.

Positiv aufgefallen ist uns außerdem der Schlitten für das Heizbett, welcher auf das nötigste beschränkt wurde. Der Hot Bed Holder fällt relativ klein aus und mittig wurde nochmals Gewicht gespart, indem ein Loch reingefräst wurde. Viel leichter geht fast nicht. Außerdem läuft der Hot Bed Holder auf zwei(!) Profilen, was bei der Größe des Beds aber auch notwendig ist. Wie üblich hier auch auf jeweils vier Rollen mit ausreichend Abstand zueinander, sodass sich diese nicht verkanten können.

Als erfahrener PlastikJunkie erkennt man auch gleich, dass der Riemen an der Y-Achse breiter ist als normal. Ein Standard-Riemen für einen 3D Drucker kommt meistens als „GT2“ mit einer breite von 6mm. Hier ist ein Riemen mit 10mm breite verbaut!

 

Aufbau

Der Aufbau des Alfawise U10 gestaltet sich als sehr einfach und schnell. Die Bilder stellen quasi schon die komplette Schritt für Schritt Anleitung zum Aufbau des 3D Druckers dar.

Die Profile auf der Y Achse sind bereits vorgebohrt, genauso wie die senkrechten Profile der Z Achse welche zusätzlich noch mit einem Gewinde versehen wurden. Hier werden links und rechts jeweils zwei Schrauben eingedreht. Danach wird nur noch das jeweilige T-Stück angebracht und der Drucker ist fast schon einsatzbereit.

Nun müssen nur noch die Kabel miteinander verbunden werden und schon kann es losgehen!
Da die Stecker alle korrekt beschriftet sind und ihr nichts falsch machen könnt, verzichten wir hier auf eine bebilderte Schritt für Schritt Anleitung.

Verbindet die Stecker die zueinander passen und achtet dabei auf die Beschriftung der Kabel, welche mit dem jeweiligen Stepper der richtigen Achse verbunden werden müssen.
Der breite Stecker kommt in den Stepper, der schmale Stecker in den Endstop.

Erwähnenswert ist hier eventuell noch, dass es egal ist welchen Z-Stecker ihr für die Achsen verwendet, vertauschen geht nicht, da sich beide Achsen immer gleichzeitig bewegen.

 

Firmware

Beim ersten Start sind wir immer gespannt – welche Firmware und welche Version erwartet uns?

Der Alfawise U10 wird standardmäßig mit einer eigenen angepassten Marlin 1.1.0 ausgeliefert. Die Firmware ist in diesem Fall auch komplett auf der SD-Karte mit enthalten und somit wird der Open Source Gedanke gelebt!

Filamentsensor

Natürlich ist die Marlin Version nicht sehr aktuell, bietet aber besondere Funktionen, wie sie auch beim Creality3D CR10 S zu finden sind. So ist beispielsweise ein Filamentsensor verbaut, welcher den aktuellen Druck automatisch unterbricht und pausiert, sobald kein Filament mehr nachgeschoben wird. Auf den Fotos ist die Reaktion der Controllbox in diesem Fall zu erkennen: Der Drucker meldet „CHANGE FILAMENT“ und fährt das Hot End auf die Parkposition vorne links am Heizbett. Wenn ihr dann Filament nachgeschoben habt und den Knopf an der Box einmal gedrückt habt, wird automatisch Filament gefördert um lückenlos für Nachschub im Hot End zu sorgen.

Sollte dies nicht genug Filament gewesen sein, lässt sich der Vorgang mit der Funktion „Extrude more“ wiederholen. Ansonsten wählt ihr „Resume print“ und der Drucker macht dort weiter, wo er aufgehört hat. Sehr praktisch und funktioniert in unserem Test einwandfrei, der aktuelle Druck wurde immer so früh pausiert, dass das Filament noch im Filamentsensor war und wir problemlos nachschieben konnten. Kein „aus dem PTFE Schlauch rausfummeln“ war nötig.

Stromausfall!

Selbstverständlich wollten wir auch wissen, was denn passiert wenn der Strom ausfällt. Der Alfawise U10 wird mit einer „Resume Printing Funktion“ nach einem Stromausfall beworben. Wir haben daher, nach unserem Filamentsensor-Test, dem Drucker einfach mal den Strom abgedreht und nach 2 Minuten wieder zurückgeschalten. Siehe da, der Drucker erinnert sich an unser „printing task“ und fragt, ob er den Druck fortsetzen soll oder abbrechen. Funktioniert!

Die Firmware hat (wohl durch die recht alte Version) aber auch einige kleine Macken. So ist es beispielsweise nicht möglich, ein Unterverzeichnis auf der SD-Karte zu öffnen. Die gcode-Dateien müssen alle im Hauptverzeichnis der SD-Karte liegen. Außerdem ist das Display während dem Druck und beim Ausprobieren des öfteren hängen geblieben und wir konnten den Drucker nur durch „Strom aus – Strom an“ zurücksetzen. Einen (erreichbaren) Reset-Knopf wie in manchen Displays gibt es leider nicht.

Marlin hängt sich aber hier immer nur in der Darstellung auf, in keinem Fall hat der Drucker den aktuellen Druckjob abgebrochen oder pausiert!

Da die Firmware auf der SD-Karte beiligt und dort auch alle Anschlüsse und Funktionen dokumentiert/programmiert sind, ist es uns möglich, eine aktuelle Marlin Version für den Alfawise U10 anzupassen. Die Funktionen bleiben dabei alle erhalten und die Firmware sollte dann deutlich stabiler laufen.

Ein Dank geht hierbei an Christoph Hummer, der sich um eine aktuelle Firmware kümmer, und in unserer Cloud für alle bereitstellen wird!

 

Elektronik und Sicherheit

Bei unserem Review wollten wir auch wieder wissen was in der Box steckt. Erwartet uns etwa ein 220V Heizbett wie beim TEVO Tornado? Sind wir sicher wenn wir den Drucker in Betrieb nehmen? Welches Board steckt im Alfawise U10?

Bauteile

Also haben wir die Box aufgeschraubt. Das Netzteil ist, wie oben schon erwähnt, auf dem Boden der Box angebracht und pustet nach innen. Vorsichtig zur Seite geschoben, verbirgt sich unter dem Netzteil das Mainboard des Druckers – ein Ramps Plus V2 BT7200 V1.8.26. Ramps klingt erstmal altbekannt und gut, allerdings ist dies wohl keine offizielle Ramps Revision sondern ein Nachbau o.ä. – das Internet gibt dazu nicht viel Informationen preis. Als Display ist ein LCD12864_3DYMY verbaut – das sogenannte „Full Graphics Display“.

Wenn man sich dann nach den ersten Beschriftungen das Board selbst genauer anschaut und man darüber nachdenkt dass man einen Drucker für unter 400€ vor sich hat fällt auf: die Stepper Driver sind gesteckt! Somit lässt sich für jeden Stepper die Spannung anpassen und – sollte mal wirklich ein Driver kaputt gehen – auch austauschen. Normalerweise funktionieren auch andere (leisere, wie der TMC2130 oder TMC2208) Stepper Driver mit diesem Board und der Drucker wird allein damit deutlich leiser/genauer/schneller. Getestet haben wir andere Stepper Driver aber noch nicht! Auch die Spannung der Stepper war schon ideal eingestellt und wir haben diese unberührt gelassen. Der Stepper Driver für die Z-Achse ist nur einmal vorhanden, und wird durch ein Doppler für beide Achsen aufgeteilt.

Wenn wir weiter schauen, fällt uns auf dass es noch einige freie Steckplätze auf dem Ramps Plus2 gibt, beispielsweise für einen zweiten Extruder, einen Laser und auch ein „Lamp V12“ Anschluss ist vorhanden.

Verkabelung

Das Netzteil ist ein 12V 30A Netzteil und wird aktiv gekühlt. Es ist sauber angeschlossen und mit dem Schalter auf der Rückseite verbunden.  Leider fällt uns aber auf, dass keine Kabelschuhe verwendet wurden. Die Kabel sind zwar alle gut (und nicht zu lang) abisoliert und sitzen fest in ihrer Verbindung, Kabelschuhe wären aber trotzdem Wünschenswert. Außerdem fehlt dem Drucker ein Mosfet für das Heizbett, das Mosfet auf dem Board arbeitet bei diesem großen Heizbett von 40×40 mit Glasplatte wahrscheinlich schon an seinen Grenzen und sollte daher mit einem größeren Mosfet nachgerüstet werden. Beides, also Kabelschuhe und Mosfet, geht aber schnell und einfach ohne größeren Aufwand.

Zusätzlich ist uns noch ein unbekanntes Teil aufgefallen: an der Seite des Netzteils befindet sich ein silberner Kasten, welcher durch zwei Kabel mit dem Board verbunden ist. Nachdem wir die Folie gelöst haben und einen Schaltplan im Internet gefunden haben, gehen wir davon aus, dass dies ein Spannungswandler ist welcher den seitlichen Stromeingang nutzt um das Board mit Strom zu versorgen, wahrscheinlich für einen Laser. Wer hierzu mehr Informationen hat darf sich gerne in den Kommentaren melden 🙂

Insgesamt macht die Verkabelung, bis auf die fehlenden Kabelschuhe und das Mosfet, aber einen guten Eindruck – auch mit dem Board, wenn auch unbekannt, scheint sich noch einiges problemlos erweitern zu lassen.

 

Detailfotos

keine Worte – nur Impressionen

 

Erfahrungen und Fazit

Wir haben den Drucker noch vor dem ersten Druck vom Kreppband auf der Glasplatte befreit, da wir generell immer auf Glas drucken. Es liegen dann für die Glasplatte zwar Klammern dabei, allerdings werden diese nicht benötigt. Die 40×40 Glasplatte ist von Werk aus schon mit einem dünnen Streifen Klebeband fixiert und hält sehr fest, ein Verschieben ist nicht möglich.

Im Größenvergleich zum CR10 macht der Alfawise U10 natürlich deutlich mehr her, sowohl die Breite als auch die Bauhöhe des Druckers ist beeindruckend. Einen halben Meter hohe Objekte wird man wahrscheinlich selten drucken, aber besser haben als brauchen 🙂
Zum Größenvergleich des Heizbettes hielt eine Logitech MX Master 2S her. Auf den Fotos ist erkennbar, um wie viel Größer das Bett des Alfawise U10 ist – toll! Auch beim Leveln scheint es, als wäre das Bett „gerader“ als das des CR10. Allerdings ist hierbei zu erwähnen, dass der CR10 natürlich schon deutlich mehr Betriebsstunden auf dem Buckel hat als der neue Alfawise U10. Das Glas und Heizbett wird sich sicher auch bei diesem Drucker noch leicht verbiegen, wenn auch wahrscheinlich weniger durch die doppelte Profile auf der Y-Achse.

Der Filamenthalter ist eine tolle Idee und funktioniert wirklich super! Auch mit der doppelten Z Achse hatten wir wider Erwarten gar keine Probleme. Zu beachten ist nur, dass vor dem Start des Druckers beide Achsen auf die selbe Höhe ausgerichtet werden, dann laufen beide Achsen auch problemlos.

Ein kleines Minus vergeben wir für die Firmware, welche aber bald von uns durch eine andere ersetzt werden wird und auch für euch zum Download bereit stehen wird. Sollte es eine unübliche Methode geben mit der die Firmware aufgespielt werden muss, findet ihr bei uns auch ein Tutorial dazu. Die Firmware hängt in der originalen Version leider ab und an und es lassen sich keine Unterverzeichnisse auf der SD-Karte öffnen.

Das zweite kleine Minus bekommt der Drucker für das fehlende Mosfet – schade, kostet nicht viel und ist auch vom Platz in der Box noch möglich. Aber auch das ist leicht nachrüstbar und kostet nicht viel Geld.

Die Verarbeitung ist sehr gut, vergleichbar mit dem CR10 – allerdings auch die Lautstärke. Die Elektronik-Box kommt wohl mit den selben Lüftern daher wie die Elektronik Box des CR10 oder CR10S und ist eher für asiatisches Klima ausgelegt. Mit unserem Silent Mod, also anderen Lüftern und Squasbällen als Füße, wird der Drucker aber deutlich leiser.

Genauso wie ein CR10 eben, der Geräuschpegel eines CR10 oder CR10S ist 1:1 der selbe wie beim Alfawise ohne Modifikationen.

Der Silent Mod ist aber kein muss, sondern nur für die gedacht, die es wirklich stört.

Ansonsten sind wir mit dem Drucker bisher sehr zufrieden, die Druckergebnisse sind (mit einem CR10 Profil) sehr gut, teilweise sogar besser als auf unserem CR10 – trotz alter Firmware.

Der Creality3D CR10 4S wäre der vergleichbare Drucker zu diesem und kostet über 200€ mehr – liefert aber die selben Ergebnisse und der Alfawise ist garantiert genauso wertig verarbeitet!

Wir werden den Drucker weiterhin testen und im Betrieb zum Großteil mit dem Alfawise U10 drucken um herauszufinden ob er unseren CR10 ablösen kann. Derzeit sind wir davon überzeugt und gleichzeitig auch begeistert von der Ausstattung dieses Druckers. Der Filamentsensor, die Baugröße, die Stromausfall-Funktion und das erweiterbare Board machen den Alfawise gerade auch durch den geringen Preis unter 400€ zu einer echten Alternative, wenn nicht sogar zum ersten vergleichbaren und wahren „CR10 Killer“

 

Kaufen und Gutscheine

alfawise u10

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Kaufen lässt sich der Drucker wie immer am einfachsten bei Gearbest. Da Gearbest bei diesem Drucker auch mehr oder weniger der Hersteller ist (Eigenmarke) ist es wohl auch die beste Bezugsquelle. Zudem sollten dadurch keine Lieferengpässe enstehen.

Der Drucker ist derzeit für gerade mal 377€ bei Gearbest zu haben. Mit unserem Gutscheincode „AlfawiseU10EU“ kommt ihr sogar nur noch auf 369€! Wählt beim Versand „Priority Mail“ aus und geduldet euch ein wenig, ihr werdet es nicht bereuen!

Solltet ihr noch zweifeln, beantworten wir gerne alle Fragen in den Facebook-Gruppen oder hier in den Kommentaren!

 

Facebook-Gruppen

Zum Alfawise U10 gibt es bereits eine deutsche Facebook-Gruppe:

https://www.facebook.com/groups/alfawiseu10/

Ansonsten seid ihr (egal mit welchem Drucker) immer gerne in unserer PlastikJunkies Facebook-Gruppe willkommen:

https://www.facebook.com/groups/PlastikJunkies/

… und wenn ihr etwas zu verkaufen habt, ab in unseren 3D Flohmarkt damit 😉

 

 

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Dieses Thema enthält 4 Antworten und 3 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von  Robert vor 3 Monate, 3 Wochen.

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    Beiträge
  • #4288 Antwort

    t0bse
    Keymaster

    Wir hatten bereits angekündigt, dass der Alfawise U10 sich auf dem Weg zu uns befindet. Jetzt ist er da und wir haben getestet!


    [zum Artikel: REVIEW! Alfawise U10 – mehr fürs Geld!?]………

  • #5251 Antwort

    Ben

    Hi,

    im Fazit erwähnt ihr, dass ihr beizeiten noch eine angepasste Firmware mit Anleitung anbieten wollt. Seid ihr noch nicht dazu gekommen oder finde ich sie einfach nur nicht?

  • #5328 Antwort

    Micha

    Ja, nach der Firmware frage ich an dieser Stelle dann auch mal. 😉 Außerdem habe ich noch eine Frage: Ich nehme an, dass im Betrieb alle Steppermotoren fest sind. Ich kann aber jederzeit den Tisch verschieben (also Y-Achse). Beim Drucken habe ich einen chaotischen Versatz; der Drucker druckt alles eher nebeneinander als in die Höhe. Die Controller habe ich schon gegeneinander getauscht. Bleibt also nur Software oder Steppermotor. Wie kann ich das wohl testen?

    Würde mich über jeden Hinweis freuen (habe nämlich keine Lust, das Ding zurück nach China zu schicken). 😉

  • #5329 Antwort

    schmic20
    Teilnehmer

    Hallo,

    ich habe seit ein paar Tagen auch diesen 3D-Drucker. Die ersten 4 Drucke mit PLA waren out_of_the_box gar nicht so schlecht. (PLA-Filament von JANBEX, transparent, Extruder 200°C, Heizbett 50°C). Beim zweiten Druck ist allerdings die Glasplatte gesprungen 🙁

    Ich habe nun die Dateien der mitgelieferten SD-Karte sichern wollen. Dabei fiel mir auf, dass in dem Ordner „Firmware“ keine Dateien vorhanden waren.

    Wenn jemand die Originalfirmware auf der SD-Karte bekommen hat, könnte ich die bitte geschickt haben?

    Gruß

    Michael

    Gibt es schon Fortschritte für die verbesserte Version der Firmaware? Bis jetzt ist noch nichts im Downloadbereich zu finden.

  • #5554 Antwort

    Robert

    Hi,

     

    wie sieht es eigentlich mit der neuen Firmware für den U10 aus?

    Bisher hab ich leider nichts in der Cloud gefunden.

     

    Danke und Gruß Robert

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