[REVIEW] Sparkmaker SLA-Drucker

Ein weiterer Beitrag über Resin und dem Sparkmaker SLA Drucker.

  1. Auspacken – What’s in the Box?
  2. Vorbereitung
  3. Slicer
  4. Der Druck
  5. Ergebnis
  6. Der Geruch
  7. Fazit und Kauf

Der SparkMaker SLA 3D Drucker im Detail

Auspacken – What’s in the Box?

Angekommen ist der Drucker in einem kleinem Karton 32cm x 20 cm, wie zu erwarten gut verpackt in Styropor.

Mit dabei waren:

-eine neue Wanne für das Resin

-Bedienungsanleitung

-Imbus

-sowie ein Netzteil

Was mir direkt auffiel war, dass das Netzteil sehr klein wirkte und mit knapp 40 Watt im Betrieb arbeiten kann.

Damit kann man sagen, dass dieser Drucker in der Regel nicht viel Strom im Betrieb verbraucht, wie z.B. bei einem FDM Drucker, der ständig sein Heizbett auf Temperatur halten muss.

 

Vorbereitung

Nachdem ich soweit mir die Betriebsanleitung zur Hand genommen hatte, ging es auch schon los.

Lediglich 6 Schritte sollten es laut Anleitung sein bis das erste fertig gedruckte Teil aus dem Sparkmaker kommt.

 

Der Aufbau

Das Befestiegen des Resin Becken ist mit zwei einfachen Schrauben links und Rechts schon getan.

Achtet darauf, dass das Becken gut gespannt auf dem Schutzglas aufliegt und die Folie des Resin Becken dabei nicht zu viel Spannung hat, dass es reißt.

Bevor das einstellen des Drucker selber beginnt, habe ich den Drucker mit Isopropanol gereinigt.

Grund dafür ist, dass jede Verschmutzung am Druckbett oder im Becken dazu führen kann, dass der Druck fehlschlägt.

Eine kleine Empfehlung von uns, Preis & Leistung :

Drucker einstellen: Leveln

Das Leveln geht beim Sparkmaker SLA Drucker schnell von statten.

  • Die Schrauben am Druckbett seitlich lösen ( 4 Stück)
  • Die Plattform bis zum erreichen des Endschalter nach unten fahren
  • Das Druckbett leicht andrücken und die vier Schrauben wieder befestigen
  • das war es auch schon mit dem leveln

Dazu haben wir euch ein kleines Video vorbereitet um alle Schritte bis jetzt festzuhalten:

 

 

Slicer

Den Slicer erhaltet ihr auf der Hersteller Seite als Download für Windows und Mac Systeme.

Den Slicer musst ihr nun installieren und starten.

Auf der rechten Seite könnt ihr nun das Auswahlfenster für das Material sehen.

Die einzigen Werte die sich ändern, bei den verschiedenen Materialien sind die Exposure Time Per Layer, Lift Distance und Lift Speed.

Exposure Time Per Layer:

Dieser Wert gibt euch an wie lange die Belichtung des Layer ausgeführt wird

Lift Distance:

-Ist der Abstand den das Druckbett nach jeder Schicht nach oben fährt

-Es kommt auf die Viskosität des Resin an damit es wieder auf dem ganzen Druckbett liegt

es steht im direktem Zusammenhang mit dem Speed

Lift Speed

-ist die Geschwindigkeit in mm/min die eurer Drucker fährt beim Lift Distance

ACHTUNG: bei feiner Auflösung sehr langsam fahren, da sonst eure Schicht sich lösen kann!!!

 

Für spätere Versuche mit verschiedenen Resins auch eine Tabelle in Google-Docs mit Belichtungszeiten und diversen Einstellungen die bei den verschiedenen Flüssigkeiten gut funktionieren.

 

Als Tipp von uns:

Fangt an etwas länger zu Belichten 12 – 15 Sekunden. Testet euch dann langsam runter um später Zeit zu sparen.

Ebenso möglichst langsam bei großen Flächen fahren um die Schicht nicht zu zerstören!

Hier konnt ihr aber entgegenwirken mit dem Support, was wir euch nun zeigen:

 

Support:

Dafür müsst ihr euch ein Modell eurer Wahl in den Slicer ziehen. Geht per Drag & Drop oder über die Auswahl des Ordners am linken oberem Rand.

 

Bis hier hin findet ihr wieder ein Video zum einstellen der Werte sowie dem hinzufügen von Support:

 

Wie ihr das Modell mit weniger Resin drucken könnt seht ihr hier.

Diesen Beitrag haben wir bereits erstellt, mit dem Klick auf folgendem Link gelangt ihr dort hin unter Kapitel Slicer –> Schwierigkeiten beim Slicen

Der Druck

Nachdem ihr die SD Karte mit der aus dem Slicer ausgespuckte Datei belegt habt könnt ihr diese in den Sparkmaker unterhalb des Knopfes einsetzen.

Schaut das ihr das Bett gelevelt habt!! Wenn nicht kommt ihr mit dem folgendem Link zu unserem Erklärungsvideo.

Nach dem die SD-Karte nun im Sparkmaker steckt, könnt ihr mittels drücken des großen Einstellrad den Druck starten.

Selbstverständlich muss vor dem Start noch Resin eingefüllt werden. Dazu zur Sicherheit bitte unbedingt die Handschuhe anziehen, falls etwas daneben geht.

Resin richtig einfüllen

Vor dem Einfüllen sollte das Resin immer „durchgemischt“ werden, damit die Farbpartikel die sich eventuell abgesetzt haben könnten, verteilt werden.

Dafür empfiehlt es sich, die Flasche NICHT zu schütteln, sondern nur zu schwenken, wie ein Glas Wein.

Laut Herstellerangabe sollen ca. 70ml reichen.

Macht nicht zu viel rein, denn ihr könnt auch während des Druckes nachfüllen.

Beim Einfüllen bzw. beim Öffnen der Flasche werdet ihr zum ersten Mal feststellen, wieso der Artikel die Überschrift bekommen hat. Das Resin riecht sehr stark, darauf gehen wir aber später, unter Der Geruch, noch etwas genauer ein.

Ist das Resin dann eingefüllt, schließt bitte gleich den Deckel. Somit wird erstens der Geruch etwas verhindert und das Resin wird auch vor UV Strahlen geschützt, die es aushärten lassen würde. Hier ist auch wichtig zu wissen, dass die Plexiglas-Scheiben am Gehäuse zwar UV filtern, aber nicht komplett abschirmen. In der Sonne sollte der Drucker also keinesfalls stehen und das Resin sollte auch nicht lange im Drucker verbleiben.

Wenn man beim Leveln alles richtig gemacht hat und auch am Slicer nicht viel selbst umgestellt hat, ohne Ahnung davon zu haben, sollte der erste Druck aber problemlos klappen.

Unser erster Druck, dieses Benchy, kam jedenfalls nach 4 Stunden und 35 Minuten in einer tollen Qualität fertig aus dem Drucker.

Hier ein paar Eindrücke:

 

 

Als Vergleich, ein Benchy aus einem FDM Drucker.

 

Mehr zum Thema Resinin unserem Artikel: Resin Hersteller im Interview – DruckWege

Nachbearbeitung

Falls ihr Support am Druckobjekt habt, haben wir hier ein kurzen Überblick zum entfernen.

Handschuhe sind Pflicht! ihr könnt mit einem Spachtel und einem gefühlvollen Stoß das Objekt von der Plattform entfernen.

Wir haben uns für Dosen in verschiedenen Größen entschieden, in die wir dann unsere Objekte in Isopropanol eintauchen können.

Wir legen unser Objekt für ein paar Minuten in das Isopropanol ein, nehmen es dann heraus und waschen es in Seifenwasser ab. Mit einer (ALTEN!!!) Zahnbürste lässt sich das Objekt dann auch gut reinigen. Sobald das Wasser auf dem Druck keine Tropfen mehr bildet, wie z.B. auf einer Regenjacke, sondern als Fläche abläuft, ist das Objekt soweit und kann aushärten. Nach unserer Erfahrung lässt sich das Isopropanol auch mehrmals verwenden.

Zum Aushärten könnt es in die Sonne stellen  bzw. manch einer kann es nicht abwarten (oder hat keine Sonne) und nutzt einen Nagellacktrockner der UV Licht produziert. Alle anderen UV Quellen funktionieren auch, man könnte also auch eine „Kabine“ mit UV-LEDs bauen, um die Objekte auszuhärten.

Wichtig ist VOR dem Aushärten, die Supports zu entfernen, denn dann gibt es weniger auffällige Stellen die z.B weiß werden können. Solltet ihr mit Sandpapier arbeiten, dann nicht ohne Atemschutz, der Staub der entsteht ist gesundheitsschädlich.

 

Das Ergebnis

Das Ergebnis des Benchys ist mit einer Auflösung von 0,025mm echt seht gut geworden.

Jedoch ist der Aufwand für eine recht kleine Figur sehr hoch.

Demnach sollte man sich bewusst sein, dass das Reinigen und Abwaschen jeweils vor und nach dem Druck stattfinden muss.

Der Geruch

Hier das wichtigste:

-Der Geruch ist ein Faktor, der viele von einem Resin-Drucker abhält. Das Zimmer in dem wir gedruckt haben, musste danach 30-60 Minuten gelüftet werden, bis der Geruch komplett draußen war.

-Generell sollte in einem Raum gedruckt werden, in dem man sich vor allem während dem Druck nicht aufhält. Die Reinigung danach hält sich im Rahmen, sobald das Objekt im Isopropanol landet, riecht man nur noch dieses.

-Der Sparkmaker bietet leider keine Absaugung mit Aktivkohlefilter an, dass ist auch nicht anders für diesen Preis zu erwarten.

 

 Fazit und Kauf

Für Einsteiger in das Resin und SLA Thema ein ganz plausibles Gerät.

Die Qualität des Sparkmaker ist für mich nicht ganz überzeugend.

Die Abdeckung sitzt nur lose ohne Führung auf, ebenso keine Filterung des stark riechenden Resin.

Auch die Konstruktion des Endschalter, der zu Beginn schon lose war.

Leider alles Kleinigkeiten die aber bei einem Preis von knapp 300€ stimmen sollten.

Die mitgelieferte Firmware ist dafür sehr gelungen. Einfach zu bedienen und ebenso schnell selbstverständlich.

Im ganzen würde ich dem Sparkmaker nur jemanden ans Herz legen, der ab und an mal etwas im hochauflösenden Bereich drucken möchte.

Für den täglichen Gebrauch definitiv nicht!

 

Kauf

Derzeitig erhaltet ihr den Sparkmaker auf Kickstarter sowie auf der Herstellerseite.

 

 

Soweit unser Review zum Sparkmaker SLA. Wir bleiben definitiv am SLA, DLP und Resin Thema dran und werden auch weiter ausführlich darüber berichten. Abonniert gerne unseren Newsletter und bleibt damit immer auf dem neuesten Stand!

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    RobinFei
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